Alpha60 Regisseure A-Z
5 Punkte von Liv:
Privatdetektiv Philip Marlowe versucht, den angeblichen Selbstmord eines Freundes zu klären, und gerät in das wirre Durcheinander einer schändlichen Geschichte, bei der sowohl ein trunksüchtiger Schriftsteller als auch ein sadistischer Gangsterboss eine Rolle spielen. Robert Altman präsentiert diese reizvolle Story mit eingenwilligen Charakteren in gewohnt stilsicherer Inszenierung. Sozusagen als "Anti-Kriminalfilm" bricht der Film mit den herkömmlichen Sehgewohnheiten des Genres. Als intelligentes Mörder-Puzzle angelegt, zeigt die satirische Parabel eine Wirklichkeit, in der es keinen Platz für Individualität zu geben scheint.
5 Punkte von T- Bone Steak:
Mein Lieblings- Altman. Auch wegen der schönen und verrückten Besetzung- Sterling Hayden und Elliot Gould. Hayden wirkt hier in doppelter Hinsicht wie ein Fossil.Einmal ist seine Rolle so angelegt. Ein versoffener, scheinbar gefährlich- brutaler Riese. Und zum anderen grölt und rumpelt er durch Altmans ganz speziellen (oder besser: ganz persönlichen) "New Hollywood Stil", wie ein waidwunder Dinosaurier. Denn eigentlich ist er ja der Marlowe-Typ. Qualifiziert dafür hat er sich in so einigen einschlägigen Noir- Streifen. Doch für solche Kerle sind die Zeiten natürlich längst vorbei. Bei Altman ist der Schnüffler Elliot Gould. Ein kauziger und charismatischer Verlierer, der nicht mal seiner Katze gewachsen ist. Und dann auch noch von Schwarzenegger vermöbelt wird,der hier eine seiner ersten (die erste?) Minirolle hat.Schon witzig, dass dem seine Hollywood- Karriere mit "New Hollywood" begann. Und dann auch noch bei Altman...




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